AOK PLUS | Gesunde Taten
Alles rund ums Stillen und den ersten Brei

Neulich an der Milchbar: Vanille, Minze oder Knoblauch?

„Milcheinschuss“ klingt genauso wenig harmlos, wie es ist. Kaum ist die Geburt überstanden, wartet mit diesem Happening die nächste Veränderung – die (natürlich nur gefühlte) Verwandlung von Dolly Buster in unsexy! Die Brüste nehmen spürbar an Umfang zu, werden groß und schwer, von Zeit zu Zeit läuft Milch unkontrolliert aus, hin und wieder bilden sich kleine Verhärtungen und die Brust ist warm und sensibel. Hormonumschwung ist ebenfalls inklusive. Deshalb begleitet den Milcheinschuss oft eine Phase, die „Heultage“ genannt wird. Keine Angst, der Zauber geht nur zwei bis vier Tage. Was die Frau in dieser Zeit braucht: Geduld, Ruhe und eine gute Hebamme. Im Übrigen übernimmt die AOK PLUS dafür die Kosten. Was kann Mann machen? Unterstützen, wo es nur geht! Aber nach diesem Beitrag seid ihr sicher fit dafür.

Daddy Cool

„Was soll ich schon groß machen, wenn das Baby weint und Hunger hat?“ fragt ihr Väter euch vielleicht. Aber wo es eine Stillmama gibt, muss es auch einen Stillpapa geben. Und damit sind auch die Väter ein wichtiger Faktor für die gesunde Ernährung des Babys. Hast du beispielsweise gewusst, dass …

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… du als 4. Punkt vollen Einsatz zeigen kannst, wenn es um die weiterführende Nahrungsaufnahme geht und du gesunden Babybrei kochen oder Gemüse dünsten kannst, was das Zeug hält? Hier findest du Ideen: Babybreirezepte

Papa regelt das

Man-Power ist auch an anderer Stelle gefragt. Wer stillt, trifft nicht selten auf die Unwissenheit anderer Menschen und damit auf viele Fragen, die eigentlich keiner braucht. Falls die Mama durch den durcheinandergewirbelten Hormonhaushalt unter Stilldemenz leidet und nicht schlagfertig antworten kann, ist es Zeit für den Fragen-Vater-Terminator!

Wissen ist Macht. Los geht’s:

Schon mal gekostet? Wie schmeckt es?

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Ein bisschen unverschämt, aber bitte: Jede schmeckt anders. Erwachsene Tester schmeckten Knoblauch, Vanille und Minze heraus.

Zwillinge können auch gestillt werden?

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Naja, wäre blöd, eins verhungern zu lassen, oder? Auf die Technik kommt es übrigens an, dann geht das Stillen sogar gleichzeitig. Wie das geht, zeigt euch gern die Hebamme.

Wenn es Zähnchen bekommt, musst du bestimmt abstillen?

Mit Zähnen stillen geht natürlich trotzdem, es sind die ersten „Tischmanieren“, die unser Kind lernt: Wer sich beim Essen nicht benehmen kann, hat kurz Esspause!

Bist du sicher, dass dein Baby vom Stillen satt wird?

‚Schau es dir an, sieht doch ganz proper aus, unser Baby!‘ hilft da in den meisten Fällen. Die Milchmenge reguliert sich nämlich je nach Bedarf des Babys.

Wann bekommt es denn richtiges Essen?

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Muttermilch ist kein „falsches“ Essen. Und wenn der Nachwuchs sich langsam für das Essen der Eltern interessiert, kann es auch damit losgehen. Nur die Ruhe.

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Wie macht ihr das denn unterwegs?

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So wie zuhause auch: Brust raus, Milch los.

Was – hier willst du stillen?

Ok, das hier ist nicht der Times Square oder? Und weit und breit kein Fotograf für ein Nippel-Gate. (und die Alternative ist lautes „Hunger“-Gebrüll, also …)

Dein Kind schläft bestimmt nicht durch, weil es nicht satt wird.

Kann ich die Frage ignorieren, bitte?

Stillst du noch?

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Der Klassiker unter den Stillfragen. „Klar, Kaffee mag es nicht“. Okay, oder eine wissenschaftlich fundierte Antwort: Die Amerikanische Akademie der Kinderärzte empfiehlt Stillen für 12 Monate und danach so lange weiter, wie es von Mutter und Baby gewünscht wird.

Little Years

Little Years

Vom Blog littleyears.de

Und allen Widrigkeiten, Problemen und „Wie lang stillst du noch“-Fragen zum Trotz findet Isabel die wohl schönsten Worte für alle Mamas und auch Papas:

Ich kenne Frauen, die wollten überhaupt nicht stillen, fanden die Vorstellung furchtbar und dann haben sie jahrelang gestillt. Ich kenne andere, die Stillen total wichtig fanden und es gerne so lange wie möglich gemacht hätten und dann fanden die Kinder früh Steak und Spiegelei spannender und aus dem langen Stillen wurde nichts. Ich kenne viele, deren Stillpläne von Stillproblemen zerstört wurden und andere, die NIE gedacht hätten, dass sie ihre Kinder über ein Jahr lang fast voll stillen würden.

Jedes Kind hat eine eigene Idee, wie es das mit dem Essen angehen will. Einige nehmen die Flasche nicht, andere lechzen mit vier Monaten nach Pastinake. Viele mögen keinen Brei, einige akzeptieren nur den Busen, und sonst nichts. Es ist wie bei allem, was mit Kinderhaben zu tun hat: Milliarden von Kindern, jedes mit eigenen Bedürfnissen und Präferenzen. Und dazu Milliarden von Mamas, jede mit ihren eigenen Wünschen, Vorstellungen, Ideologien und körperlichen Möglichkeiten. Und irgendwie findet doch jedes Mutter-Kind-Paar seinen Weg in Sachen Stillen, oder?