Zu wenig Bewegung macht krank

Sitzen ist das neue Rauchen

Sitzen kann Ihr Leben verkürzen! Der Slogan aus unserer neuen Kampagne mag zunächst einmal überspitzt und provokant klingen, ist aber leider bittere Realität.

17 Millionen Deutsche nehmen täglich auf einem Bürostuhl Platz und verbringen dort – ohne für bewegte Abwechslung zu sorgen – im Durchschnitt fast 85 Prozent ihrer Arbeitszeit. Damit noch nicht genug: Auch in der Freizeit bestimmt das Sitzen unser Leben. Bundesbürger ab 14 Jahren verbringen inzwischen im Schnitt 5 Stunden pro Tag mit dem Konsum von Fernseh- und Internetangeboten.

Laut des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) lassen sich rund 23 Prozent aller krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeitstage direkt oder indirekt auf Bewegungsmangel zurückführen. Studien zufolge erhöht zu langes Sitzen außerdem die Risiken für Bluthochdruck, Übergewicht, Rundrücken, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Arteriosklerose, Thrombosen und manche Krebsarten. Sogar Teile des Hirns sollen im Sitzen degenerieren.
Kurzum, wer viel sitzt, stirbt früher. Und zwar deutlich.

Denn Sitzen zeigt eine ähnlich verheerende Wirkung wie Tabak inhalieren:

sagen amerikanische Forscher und beziehen sich dabei auf entsprechende Studien. Auch deutsche Wissenschaftler zeigen sich besorgt. Peter Schwarz, Professor für Prävention und Versorgung des Diabetes an der Uniklinik Dresden, bringt es auf die knappe Formel: „Sitzen ist das neue Rauchen!“

Eine Folge des zu langen Sitzens erweist sich als besonders tückisch, da ihre Gefahren von den Betroffenen unterschätzt werden:

Ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung fördern nachweislich Übergewicht und damit sein Entstehen. Ein zu viel an Zucker im Blut schädigt auf Dauer die Blutgefäße, Nerven und Organe. Das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhautschäden, Nervenstörungen und Nierenschwäche steigt. 

Kritisch ist die Lage vor allem in Ostdeutschland: In Sachsen leben über zwölf Prozent der Bevölkerung mit der Diagnose Diabetes – der zweithöchste Wert aller Bundesländer! Thüringen hat bundesweit den vierthöchsten Anteil Diabetes-bedingter Frührentner und gehört somit zu den Spitzenreitern. Grund hierfür sind unter anderem zu langes Sitzen und mangelnde Bewegung.

Der durchschnittliche Sachse läuft im Schnitt gerade einmal 2.700 Schritte pro Tag. In Thüringen sieht es nicht viel besser aus. Das ist viel zu wenig. 10.000 Schritte wären ideal.

Beim Thema Diabetes setzt die AOK PLUS deshalb auf Prävention. So können Versicherte beim Gesundheitscheck auch ihr Diabetes-Risiko testen lassen. Mit der Erweiterung des Check-up 35 gehört die Bestimmung des Nüchternblutzuckers generell zu der Vorsorgeuntersuchung.

Darüber hinaus bietet die AOK PLUS zahlreiche Angebote, die für Bewegung sorgen. Zum Beispiel mit Online-Programmen wie „Laufend in Form“ oder der Mitmach-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Außerdem mit Angeboten ganz in deiner Nähe vor Ort. Denn die AOK PLUS möchte Menschen bewegen. Und das kann dein Leben verlängern.